Wieder hinauf
Tage 23–26 — 13.–16. Juli 2026
Regen vor dem Frühstück, Sonne am späten Vormittag, Schlamm den ganzen Tag. Der Berg entscheidet sich nicht.
Hier oben kommt nichts auf dem einfachen Weg an. Die Straße hört früher auf als die Häuser, und was oben ankommt, kommt langsam — mit dem Wagen, auf dem Rücken, in Teilen.
Holzhäuser, Gras bis zur Baumgrenze. Und unter allem der Lärm eines Hauses, in dem Kinder sind.
Die Küche von früh an in Betrieb. Stiefel neben der Tür, ohne jede Ordnung, keiner davon trocken. Jemand singt etwas, das ich nicht kannte, und alle anderen kannten es.
Englisch auf der Bank draußen. Wörter hin und her — meine gegen ihre, ihre besser, als meine je in ihrer Sprache sein werden. Mein Akzent kam schlechter weg, und sie schwiegen darüber nicht.
Mehr als eine Gegend des Landes in den Stimmen. Die Vokale verraten es, bevor irgendetwas anderes es tut.
Dann den Pfad hinauf, alle zusammen, Stiefel dorthin, wo Stiefel hier hingehen.
Der Rest war tragen, was zu tragen war. Man kommt hier oben nicht mit einem Plan an. Man wartet, bis man gefragt wird, und dann fasst man mit an.
Danach zwei Tage unten in der Stadt. Bildschirmzeit. Netzwerken. Unser International English Club ist jetzt offiziell. Eine Verbindung, die hält. Kaffee, nicht auf dem Holzofen gekocht.
Als ich wieder hinaufkam, waren die Kinder anders.
Nicht lauter. Ruhiger. Etwas hatte sich gesetzt in den Tagen, in denen ich weg war, und nichts davon war meine Arbeit gewesen.
Dieses Tal hat das getan. Menschen, die hier leben, haben das getan — in ihren eigenen Bergen, in ihrer eigenen Sprache, zu ihren eigenen Bedingungen.
Die Stimmen waren froh und traurig zugleich. Beides auf einmal, wieder einmal unterwegs.
Am Abend wieder Regen. Der Pfad wird auch morgen Schlamm sein.
Jetzt wieder die Kuhglocken.
Tag 23–26 — Kompostieren — Soil and Peace
Verkhovyna, Carpathian Mountains, Ukraine
© 2026 Michel Garand | Soil and Peace | CC BY-SA 4.0
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