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Alle raus

Lwiw — eine Nacht im Bahnhof, die Berge noch einen Tag entfernt

Alle raus

Przemyśl, eine Stunde zu spät. Kurz vor Mitternacht.

Dann die Grenzkontrolle, und ein ganzer Zug, der durchgeschleust werden musste. Neunzig Minuten, dann gab der Bahnsteig uns frei. Weiter nach Lwiw.

Lwiw, drei Uhr morgens. Der Bahnhof ist ein Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit — hohe Decken, lange Bänke, die Pracht noch im Stein. Um drei ist er nicht prächtig. Er ist voll von Menschen, die nirgendwo sonst sein können.

Ich ging hinaus, ein Zimmer suchen. Nichts. Ich kam zurück in die Halle.

Um fünf kamen die Wachleute durch. Alle raus. Sie öffneten die Fenster, und die Reinigungskräfte begannen den Tag.

Also ging ich hinaus, ihm entgegen — die Sonne, die erste Luft einer Stadt, in der ich noch nie gestanden hatte.

Львів. Der Einreisestempel ist rot und zeigt den 22. Juni.

Ein paar Stunden zurück in der Halle, genug zum Dösen. Dann wieder hinaus, und diesmal ein Zimmer — bis morgen früh. Eine Dusche. Eine Stunde Schlaf.

Dann die Straße. Eine Sprache, die ich noch nie gehört hatte. Die Menschen ohne Eile, gelassen mit dem Tag — bis auf die in den Autos, die fuhren, als wäre die Straße eine Rennstrecke und die Stadt der Preis.


Day 2 — Räumen — Soil and Peace
Eastbound — Lviv → the Carpathians
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