Neun Uhr
Hitze auf den Bergen, der Morgen, an dem das ganze Land innehält, und der Tisch, an dem Soil and Peace vor Ort erarbeitet wird.
Früh im Garten, bevor die Hitze den Talgrund erreicht.
Europas Hitzewelle ist die Berge heraufgestiegen und sitzt nun auf ihnen. Die Nachrichten geben sie Italien, den Städten. Sie ist auch hier, in den Beeten, im Boden unter den Händen.
Arbeit, bis der Morgen heiß wird.
Dann die Glocken. Gesang danach. Und alles hält an — die Menschen auf der Straße, die Autos, alles, was sich bewegte — angehalten, solange es dauert. Die Glocken verstummen. Die Straße setzt wieder ein.
Jeden Morgen, sagt man mir. Das ganze Land, dieselbe Minute.
Die gewöhnlichen Besorgungen der Stadt — die Dinge, die getragen werden müssen. Eine Hand, wo eine Hand gewünscht ist.
Und an einem Küchentisch, nach Mitternacht bis in den nächsten Morgen, die Arbeit, die sich nicht fotografieren lässt — was Soil and Peace ist, schlicht gesagt von denen, die es leben müssten. Nicht fertig hergebracht. Hier erarbeitet.
Keine Sache, ins Tal getragen. Eine Sache, an einem Tisch darin erarbeitet.
Day 11 — Kompostieren — Soil and Peace
Verkhovyna, Carpathian Mountains, Ukraine
© 2026 Michel Garand | Soil and Peace | CC BY-SA 4.0
stewardship@ubec.network